Berufs- und Studienorientierung (BS0) am Thomas-Mann-Gymnasium

 

 

 

Im Folgenden wird das BSO-Konzept des Thomas-Mann-Gymnasiums vorgestellt. Hier ist das Konzept auch als Download verfügbar.


BSO-Konzept

Die Schule soll Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Werthaltungen vermitteln, die die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzen, ihre Entscheidungen selbstständig zu treffen und selbstständig weiterzulernen, um berufliche und persönliche Entwicklungsaufgaben zu bewältigen [...]. (Schulgesetz für das Land Berlin § 3 Abs. 1) 

Die allgemeinbildende Schule führt in die Arbeits- und Berufswelt ein und trägt in Zusammenarbeit mit den anderen Stellen zur Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf Berufwahl und Berufsausübung [...] bei. (Schulgesetz für das Land Berlin § 4 Abs. 7) 

Jede Schule hat ein schulinternes Konzept zur Berufs- und Studienorientierung (die Gymnasien spätestens ab dem Schuljahr 2016/17) zu erstellen. Dieses entsteht als Ergebnis der Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten und Familien der Schüler*innen sowie mit Partnern aus Gesellschaft und Wirtschaft. Die Schule hat dabei die Funktion, die individuellen Kompetenzen der Schüler*innen zu fördern und die vielfältigen Möglichkeiten der Bildungslandschaft und des Arbeitsmarktes neutral aufzuzeigen. 

Studien- und Berufsorientierung ermöglicht es den Schüler*innen, sich selbst mit Stärken und Schwächen zu entdecken, sich Fragen zur eigenen Zukunft zu stellen und Pläne für das Leben nach der Schule zu entwickeln und zu reflektieren.

Alle Schüler*innen sollen in Verbindung mit ihrem Schulabschluss eine realistische Abschlussperspektive entwickeln, um sich möglichst gezielt eine eigenverantwortliche und selbstbestimmte berufliche Existenz aufbauen zu können. Hierzu muss in einem kontinuierlichen Prozess das Interesse an einem Berufsausbildung geweckt und am Ende der Schulzeit eine ausreichende Berufswahlkompetenz vorhanden sein.

Wesentliche Kompetenzen der Berufs- und Studienorientierung:

  • Fachkompetenz (z.B. in den Bereichen Wirtschaft, duale Ausbildungsangebote, Arbeitsmarkt und Möglichkeiten des Einstiegs in einen Beruf; fächerübergreifender Unterricht über Zusammenhänge der Arbeitswelt)
  • Methodenkompetenz (z.B. Vorgehensweise bei der Projektarbeit oder der Lösung von Problemen) 
  • Kommunikationskompetenz (z.B. bei Vorstellungsgesprächen oder der Präsentation von Arbeitsergebnissen) 
  • Entscheidungskompetenz (z.B. Begründung der Entscheidung für eine Ausbildung oder ein Studium) 
  • Soziale Kompetenz (z.B. Pünktlichkeit, Umgang mit Vorgesetzten oder Mitschüler*innen)

Die Feststellung der individuellen Kompetenzen sowie das Erkennen eigener Stärken, Schwächen und Interessen sind wichtige Elemente, um die Berufs- und Studienorientierung der einzelenen Schüler*innen zu systematisieren und zielgenau gestalten zu können, um so das Risiko unpassender Berufs- und Studienwahlen zu reduzieren. Eine gelungene Berufs- und Studienorientierung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Jugendlichen – unter Berücksichtigung der Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt – einen Beruf ergreifen, der sowohl zu ihren Fähigkeiten als auch zu ihren Motiven passt. Dies soll die Gefahr von Ausbildungs- und Studienabbrüchen senken.

Einbeziehung außerschulischer Lernorte/Kooperationspartner

Organisation

Die Berufsorientierung erfolgt in den Jahrgangsstufen 8 bis 12 verbindlich für jeden Schüler*in mit mindestens einem Angebot zur Berufs- und Studienorientierung ab dem Schuljahr 2016/17. Die Teilnahme soll von den Schüler*innen in einem über die Jahre geführten Portfolio (z.B. Berufswahlpass) dokumentiert werden.

Auf der Grundlage des neuen Landeskonzeptes zur Berufs-und Studienorientierung Berlin erhält jede Schülerin und jeder Schüler in der Phase des Übergangs ein Beratungsgespräch mit der Klärung der individuellen Anschlussperspektiven, welches dokumentiert wird.

Übergänge finden sich in den folgenden Bereichen:

  • vorzeitiges Verlassen der Schule
  • Übergang in die gymnasiale Oberstufe
  • Ende der Schulzeit

Das Gespräch wird von einer Lehrkraft, den Ausbildungsplatzpaten oder von der Beratungsfachkraft der Agentur für Arbeit durchgeführt und dokumentiert.

Mögliche Aktivitäten in der Studien- und Berufsorientierung (ohne Berücksichtigung des Fachunterrrichts):

Einige Inhalte sind in den Klassenstufen verbindlich durchzuführen, aus den zusätzlichen Wahlvorschläge sollte (mindestens) ein weiterer Inhalt zur Berufs- und Studienorientierung im Schuljahr gewählt werden. Die Dokumentation sollte im Berufswahlpass der Schüler erfolgen, der über die Jahre erweitert und vervollständigt wird.

Betriebspraktikum

Das Betriebspraktikum wird am Thomas-Mann-Gymnasium in der 10. Klasse dreiwöchig vor Beginn der Winterferien durchgeführt.

Ziel des Betriebspraktikums ist es, allen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, Einsichten in das Arbeits-, Berufs- und Wirtschaftsleben zu gewinnen. Dies geschieht sowohl durch eigene Anschauung und Erfahrung als auch durch Gespräche mit Betriebsangehörigen. Hinzu kommen die Erkundung des betrieblichen Umfeldes und der Rahmenbedingungen, unter denen sich betriebliches Handeln vollzieht. Die damit verbundene Öffnung der Schule hin zur betrieblichen Realität vermittelt unseren Schülerinnen und Schülern wichtige Erkenntnisse für ihre berufliche Orientierung und schafft so neue Motivation zum Lernen in der Schule. Das Praktikum bietet handlungsorientierte Arbeitsformen und erleichtert den Beginn einer Berufsausbildung oder Berufstätigkeit.

Einige Informationen und Hinweise für die Durchführung:

  • Das Betriebspraktikum ist eine verpflichtende Schulveranstaltung mit dem Betrieb als Unterrichtsort.
  • Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Unterlagen für die Vereinbarungen von ihren Klassenlehrern.
  • Die Ausbildungplatzpaten unterstützen gerne bei der Bewerbung oder helfen mit möglichen Kontakten zu Ausbildungsbetrieben weiter (jeden Montag von 11.00 bis 14.00 Uhr, Raum 214).
  • Die Praktika begründen weder ein Ausbildungs- noch ein Beschäftigungsverhältnis. Die Schülerinnen und Schüler erhalten kein Entgelt.
  • Die Jugendlichen sind im Betrieb ebenso versichtert wie in der Schule.
  • Die Schülerinnen und Schüler dürfen nur an Werktagen in der Zeit von 7.00 Uhr bis 18.00 Uhr im Betrieb tätig sein. Ausnahmeregelungen nach § 16 Abs. 2 des Jugendarbeitsschutzgesetzes (z. B. in Bäckereien und in der Gastronomie) sind möglich.
  • Die Wochenarbeitszeit beträgt von Montag bis Freitag 30 Stunden. Die tägliche Arbeitszeit dauert somit 6 Stunden. Ausnahmsweise darf bis zu 8 Stunden gearbeitet werden, ohne jedoch die Wochenstundenzahl zu überschreiten.

Beratung durch das BSO-Team

Das BSO-Team und die Ausbildungsplatzpaten sind in Raum 214 an jedem Montag von 11.00 Uhr bis 14.00 Uhr für Beratungsgespräche oder Hilfe bei der Ausbildungs- oder Praktikumssuche zu erreichen.

Das BSO-Team hilft auch bei der Organisation von Betriebsbesichtigungen, um Lernorte außerhalb der Schule für die Einsicht in die praktische Arbeit unabhängig vom Betriebspraktikum zu erwerben.

Für die 10. Klassen werden Beratungsgespräche für den Übergang in die gymnasiale Oberstufe oder in die Berufswelt nach dem Betriebspraktikum, zu Beginn des zweiten Halbjarhes durchgeführt. Hierzu gehören zum Beispiel auch Informationen über mögliche Abschlüsse und Weiterbildungsmöglichkeiten an Oberstufenzentren.

Ansprechpartner der Bundesagentur für Arbeit für das Thomas-Mann-Gymnasium ist Herr Hörder. Termine für eine Berufs- und Studienberatung oder die Durchführung studienfeldbezogener Beratungstest können mit ihm unter Reinickendorf.Berufsberatung@arbeitsagentur.de vereinbart werden.

 

S. Hannemann

BSO-Koordinatorin